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Chevalier
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Ungewöhnliches Messingmikroskop auf drei
Säulen von Arthur Chevalier um 1870 (Höhe bei
eingefahrenem Tubus: 20 cm). Die Signatur
ARTHUR CHEVALIER,OPTICIEN, PALAIS-
ROYAL 158
befindet sich auf dem runden
geschwärzten Tisch. Die Grobfokussierung
erfolgt über das Schieben des Tubus. Unter dem
Tisch befindet sich ein drehbarer Konkavspiegel,
das mehrgliedrige Objektiv trägt die Nr. 5.
Weiteres Zubehör ist nicht vorhanden.
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Pariser Horizontalmikroskop von Charles Chevalier um 1835 (Höhe vom Kasten: 23cm). Die Signatur Microscope achromatique, de Charles Chevalier, Ingenieur Opticien Brevete, Palais Royal 163 a Paris ist am Tubus eingraviert, wohingegen die Seriennummer 149 am Stativ eingeschlagen wurde. Die Einsatzgebiete dieses Stativs sind vielfältig, so kann es als horizontales, aufrechtes Mikroskop, als horizontales, inverses Mikroskop, als vertikales Mikroskop oder als einfaches Lupenmikroskop verwendet werden. Die Fokussierung erfolgt über die Bewegung des Tisches durch ein großes Rändelrad an einer Zahnstange. Über einen Auszugstubus kann die Vergrößerung variiert werden. Die Beleuchtung wird über einen großen höhenverstellbaren Konkav- bzw. einen kleinen Planspiegel und eine Lochblendenscheibe mit 5 Positionen auf einem höhenverstellbaren Gelenk reguliert.
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Das Zubehör umfaßt zwei Okulare, drei untereinander kombinierbare Objektive (0, 00 und 000), zwei weitere Objektive (dreiteilig, nummeriert 1, 2, 3 und ein dreiteiliges ohne Nummerierung), einen Kreuztisch mit Rändelrädern (signiert: Charles Chevalier, Ingenieur Opticien Brevete, Palais Royal 163 a Paris), einen einfachen Tisch mit Präparateklemmen, zwei Lupen in geschwärzter Messingfassung (signiert mit Charles Chevalier 3 und Charles Cevalier 5), einen Sömmering'schen Zeichenspiegel (benannt nach dem Neuroanatom Thomas Sömmering, 1755 - 1830), ein Kompressiorium nach Schiek (entworfen durch Friedrich Wilhelm Schieck,1790 - 1870, signiert: Charles Chevalier) und ein Objektmikrometer aus Glas mit Messingfassung (signiert: Charles Chevalier, Palais Royal, Millimetre en 100 Parties).
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Schweres Pariser Messingmikroskop von Arthur Chevalier um 1870 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 30 cm). Die Signatur Dr ARTHUR CHEVALIER, 158 PALAIS-ROYAL 158 befindet sich am Tubusarm. Unter dem Tisch mit Präparateklemmen und Auflichtkondensor befindet sich ein Lochblendenrad mit 4 Positionen und ein Konkavspiegel. Die Grobfokussierung erfolgt über das Schieben des Tubus, die Feinfokussierung mit Hilfe des Rändelrades an der Säule. Der runde Fuß dieses massigen Mikroskops besteht aus lackiertem Eisen, wohingegen die übrigen Teile aus lackiertem und zaponiertem Messing sowie gebläutem Stahl gefertigt wurden. Zur optischen Ausstattung gehören die Okulare Nr.1, Nr. 2 und Nr.3 sowie die Objektive Nr. 3 und Nr. 8 (2 Stück jedoch mit verschieden Brennweiten). Dieses Mikroskop wird liegend im Edelholzkasten aufbewahrt.
Die Gründung der Firma Chevalier geht auf das Jahr 1765 durch Louis Vincent Chevalier (1734 - 1804 nach anderen Angaben: 1743 - 1800) in der 31 Quai de l'Horloge, Paris zurück. Drei seiner Söhne waren als Optiker tätig: Louis, Nicolas-Marie and Jacques Louis Vincent. Besonders Jacques Louis Vincent (1770 - 1841) erwies sich als geschickter Techniker. Gemeinsam mit seinem Sohn Charles Louis Chevalier (1804 - 1859) stellte er zunächst Optiken für Teleskope und Kameras Obscuras her. Ungefähr 1832 verläßt Charles Louis Chevalier die Firma des Vaters und macht sich selbständig. 1841 werden die beiden Werkstätten wieder vereint. Es beginnt eine sehr erfolgreiche Phase, in der viele Meilensteine in der Geschichte der Mikroskopie durch diese Firma gelegt werden (mehr Infos unter Geschichte des 19. Jahrhunderts). Louis Marie Arthur Chevalier 1830 -1874 übernimmt 1859 die Firma von seinem Vater. Er machte sich als Autor zahlreicher mikroskopischer Arbeiten einen Namen, von denen das 1863 erschienene L'Art de l'opticien et ses rapports avec la construction et l'application des lunettes sowie L'etudiant micrographe. Traite theorique et pratique du microscope et des preparations die bekanntesten sein dürften. Der letzte Katalog der Firma erschien 1885, die Schließung dieser Werkstätte, die zu den erfolgreichsten der Welt zählte, erfolgte 1889.
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