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Diverse
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Englisches original zaponiertes binokulares Messing-
mikroskop um 1865 nach Francis H. Wenham (1824 -
1908, ein Mitarbeiter von Andrew Ross, 1798 -1859, Höhe
bei eingefahrenem Tubus: 35 cm). Dieses Gerät zeigt den
typisch englischen Y-Flachfuß ("claw-foot") sowie folgende
Merkmale: ein in drei Teile zerlegbares Objektiv, eine
Lochblendenscheibe mit drei Positionen und ein Konkav-
spiegel unter dem Tisch sowie ein einfacher Objektführer
auf dem Tisch. Der Grobfokus erfolgt durch die beidseitige
Rändelschraube am Tubusträger, wohingegen die Feinfo-
kussierung mit Hilfe des Rades am vorderen, unteren
Rand des Tubus durchgeführt wird. Diese Art der
Fokussierung, bei der ein kleiner Innentubus bewegt wird,
der das Objektiv trägt, geht auf Pläne von Joseph Jackson
Lister (1786 - 1869) aus dem Jahre 1839 zurück. Das
Wenhams-Prisma kann durch einen Schieber im Tubus
aus dem Strahlengang entfernt werden, so daß dieses
Mikroskop auch als monokulares Gerät betrieben werden
kann, was besonders bei schwachen Lichtverhältnissen
zum Einsatz kam. Für den Transport wird der Tubus
abgeschraubt und in einer gesonderten Halterung im
Mahagonikasten gelagert, in dem auch noch Platz für ca.
50 Objektträger und mikroskopisches Besteck ist.
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Englisches Mikroskop nach Edmund Culpeper
(1666 - 1738) um 1770 (Höhe bei eingefahrenem Tubus 26 cm). Der Tubus zeigt eine Skalierung, die den Arbeitsabstand der einzelnen Objektive (Nr. 1 bis Nr.4) widerspiegelt. Er trägt zwei Zwischenlinsen und eine Feldblende. Im Pyramidenkasten befinden sich eine Lifebox, eine Fischplatte, Knochenobjektträger, ein Elfenbeindöschen für Deckgläser aus Glimmer und eine Tischpinzette. Ein nahezu identisches Culpepermikroskop findet sich auch in der Billings-Sammlung (hier früher datiert, Nr. 338, Purtle, H. R., Ey, J. A. (eds., 1974) The Billings Microscope Collection. Armed Forces Institute of Pathology, Washington D.C.).
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Drei kleine unsignierte
Vollmessing-Trommelmikros-
kope um 1875 (Höhe: 17 cm).
Diese Bauform wurde aufgrund
ihrer Einfachheit in Frankreich
und Deutschland von
zahlreichen Werkstätten
kostengünstig umgesetzt. Das
Objektiv besteht aus drei
verschraubten Linsen, das
Okular kann nicht ausgetauscht
werden. Die Fokussierung
erfolgt über das Schieben des
Tubus. Die Beleuchtung wird
über einen einfachen Spiegel
reguliert, der durch eine
Rändelschraube bewegt wird.
Auch der schmale Maha-
gonikasten ist bei den meisten
Herstellern ähnlich gestaltet: Er
verfügt über eine Halterung für
eine kleine Messingpinzette
und einige Objektträger.
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Antikes Schülermikroskop um 1900 mit Grobtrieb über einseitiges Rändelrad, einem dreiteiligen Objektiv, einem Okular und einem Planspiegel (Höhe 18 cm). Der Hufeisenfuß besteht aus grün lackiertem Eisen mit typischer Goldlackapplikation. Der restliche Mikroskopkörper ist aus zaponiertem und geschwärztem Messing gefertigt. Dieses kleine Mikroskop, das sich auch ideal für Exkursionen eignet, wird liegend in einem Weichholzkasten aufbewahrt.
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Drei kleine deutsche
Taschenmikroskope (Höhe von links
nach rechts: 9; 4,5 und 8 cm)
um 1920/30 aus zaponiertem Messing
ohne Signatur. Das linke und das rechte
Gerät werden in einer Papp-
schachtel aufbewahrt, wohingegen das
mittlere Taschenmikroskop in einem
kleinen Holzkasten transportiert wird, in
dem sich 6 Objektträger und eine
Gebrauchsanweisung für Universal-
Taschen-Mikroscope
befinden. Bei allen
drei Mikroskopen wird der Objektträger
durch einen Schlitz geschoben und durch
einen Federmechanismus festgeklemmt.
Das linke Taschenmikroskop hat als
einfache Halterung ein Drahtgestell mit
einem Planspiegel. Die anderen beiden
Geräte müssen gegen den Himmel oder
eine andere Lichtquelle gehalten werden.
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Kleines unsigniertes Mikroskop (Höhe: 26cm) um
1910. Der Fuß, der Tubusträger und der Tisch sind aus
lackiertem Eisen, wohingegen der Tubus aus zaponiertem
Messing besteht. Unter dem Tisch befindet sich keine
Lochblendenscheibe, sondern eine Irisblende. Das
verschraubte Objektiv läßt sich in drei Komponenten
zerlegen. Das Mikroskop wird liegend in einem
Mahagonikasten aufbewahrt.
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Kleines unsigniertes
Vollmessingmikroskop für
Exkursionszwecke um 1880
deutscher oder französischer
Herkunft (Höhe bei eingefahrenem
Tubus: 16 cm). Die Fokussierung
erfolgt über das Schieben des
Tubus. Das Rändelrad an der
Säule dient nicht der
Feinfokussierung, sondern
lediglich der Fixierung des Armes.
Das Gerät verfügt über einen
einfachen Planspiegel, ein
zweiteiliges Objektiv und ein
zweilinsiges Okular. In dem
Mahagonikasten befinden sich
außerdem eine Pinzette und viele
Objektträger.
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Kleines unsigniertes Mikroskop um 1910 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 18 cm). Der Fuß, der Tisch und der Tubusträger bestehen aus geschwärztem bzw. schrumpflackiertem Eisen, der Tubus ist aus zaponiertem Messing. Das Objektiv (ebenfalls zaponiertes Messing) läßt sich in drei Teile zerlegen (1, 2, 3). Die Fokussierung erfolgt über die Rändelschraube am Tubus. Unter dem Tisch befindet sich lediglich ein beweglicher Planspiegel. Dieses einfache Gerät wird in einem Weichholzkasten aufbewahrt, in dem sich eine Pinzette, Objektträger und eine Vergrößerungstabelle befinden.
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Unsigniertes Messingmikroskop vermutlich
französischer oder deutscher Herkunft um 1900
(Höhe bei eingefahrenem Tubus: 17 cm). Die
Fokussierung erfolgt durch Schieben des Tubus. Der
Fuß und der Tubusträger wurden aus lackiertem
Eisen gefertigt, wohingegen der Tubus aus Messing
besteht. Dieses kleine Mikroskop für
Exkursionszwecke wird liegend in einem
Weichholzkasten aufbewahrt, in dem sich noch ein
weiteres Objektiv befindet.
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Messingmikroskop auf zwei Säulen um 1840 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 24 cm), wahrscheinlich französischen Ursprungs. Die Grobfokussierung erfolgt über den Schiebetubus, wohingegen die Feinfokussierung durch Heben und Senken des Tisches über das einseitige Rändelrad erfolgt. Das Mikroskop besteht aus zaponiertem und geschwärztem Messing. Zur optischen Ausstattung gehören ein Okular, die Objektive Nr. 2 und Nr. 3, ein Auflichtkondensor (gefaßte, schwenkbare Plankonvex-Linse) sowie ein Konkavspiegel. In dem Eichenkasten befindet sich außerdem noch eine Pinzette und eine Lebendzelle. Der Kasten trägt ein Etikett mit der Aufschrift: 1. Microscope 6901.
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Kleines unsigniertes Vollmessingmikroskop
um 1880 (minimale Höhe 16 cm) aus Deutschland
oder Frankreich. Merkmale dieses Gerätes sind
das dreiteilige Objektiv, der Schiebfokus und
der drehbare Planspiegel.
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Englisches Vollmessing-Trommelmikroskop um
1840 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 19 cm).
Die Fokussierung erfolgt über das Schieben des
Tubus. Unter dem Tisch mit Klemmvorrichtung für
die damals üblichen Knochen- oder Elfenbein-
objektträger befindet sich ein drehbarer
Konvexspiegel. Im mit Samt ausgeschlagenen
Mahagoni-Kasten befinden sich die Objektive
1 bis 3. Bei dem hier gezeigten Gerät handelt es
sich um ein Trommelmikroskop nach Benjamin
Martin (1704 - 1782). Dieser baute 1739 sein
erstes Mikroskop dieses Typs, das aufgrund der
einfachen und robusten Bauweise weite Verbrei-
tung in England fand. Auf dem Festland (Paris)
griff Georg Oberhäuser (1798-1868) dieses
Prinzip gegen Anfang des 19. Jahrhunderts auf.
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