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Ferdinand Ernecke
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Berliner Messingmikroskop von Ferdinand Ernecke um
1900 (Höhe bei eingefahrenem Tubus 27 cm). Der
Mahagonikasten trägt eine Metallplakette mit der
Aufschrift Ferdinand Ernecke, Hoflieferant Sr. Majestät
des Kaisers, Berlin S.W.
, eine Seriennummer ist nicht
vorhanden. Kennzeichen dieses Mikroskops sind der
Schiebetubus, der Feinfokus über ein großes
Rändelrad an der Säule, der Auszugstubus, ein
Plan-/Konkavspiegel, eine Lochblendenhalterung in
Schwalbenschwanzführung mit drei Lochblenden. Zur
optischen Ausstattung gehören die Objektive Nr. 4
und Nr. 9 sowie das Okular Nr. 3.
Ferdinand Ernecke (1832 - 1914) lernte in der Werkstätte von W. Langhoff (1820 - 1899) das Handwerk des Mechanikers und Optikers. 1859 verläßt er den Betrieb von Langhoff, dessen Werkstätte er zu dem Zeitpunkt leitete, um eine eigene Werkstatt in der Berliner Wilhelmstraße Nr. 6 zu gründen. In diesem kleinen Betrieb wurden zunächst in erster Linie Petroleumlampen und erst später wissenschaftliche Geräte gefertigt. Sein Schwiegersohn Emil Kiesewetter übernahm 1876 die kaufmännische Leitung der aufstrebenden Werkstätte. Das Wachstum machte einen Umzug erforderlich: 1883 zog die Firma Ernecke in die Königsgrätzer Str. Nr. 112.

Der Sohn Ferdinand Erneckes, Erich Ernecke, absolvierte zunächst eine Lehre bei dem berühmten Berliner Optiker Rudolf Fuess (1838 - 1917), um anschließend in München und Berlin zum Ingenieur ausgebildet zu werden. Dem väterlichen Betrieb trat er 1890 bei.

1898 wurde Ferdinand Ernecke zum Hoflieferanten seiner Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preussen ernannt. 1899 wurden Emil Kiesewetter und Erich Ernecke Mitinhaber. 1903 trat der Sohn von Emil Kiesewetter, der Physiker Willy Kiesewetter, in das Unternehmen ein. Er übernahm später die Leitung der Firma, die sich bis zum ersten Weltkrieg nachweisen läßt.
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