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Edmund Hartnack
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Messingmikroskop von E. Hartnack um 1872
(Stativ VIII, Höhe bei eingefahrenem Tubus: 26 cm). Die
geschwungene Signatur E. Hartnack et Cie, Place
Dauphine.21., Paris.
befindet sich am Tubus. Die
Grobfokussierung erfolgt durch das Schieben des
Tubus, wohingegen die Feinfokussierung durch das
Rändelrad am Tubusträger vorgenommen wird.
Das dreieilige Objektiv ist mit der Nummer 7
gekennzeichnet. Unter dem Tisch befindet sich eine
Halterung für eine höhenverstellbare Lochblende, die
über eine Schwalbenschwanzführung herausgefahren
werden kann. Die Beleuchtung erfolgt über einen
Plan-/Konkavspiegel. Es wird liegend in einem
Mahagonikasten aufbewahrt
Edmund
Friedrich Edmund Hartnack (1826 - 1891) war Schüler des Berliner Mikroskopbauers Wilhelm Hirschmann (1777 - 1847). Georges Oberhaeuser in Paris (1798 - 1868, abweichende, deutsche Schreibweise: Georg Oberhäuser) machte Hartnack 1854 zu seinem Teilhaber und 1864 zu seinem Nachfolger, mit dem er durch die Hochzeit zwischen seiner Nichte (Johanna Maria Louise Kleinod) und Hartnack in verwandtschaftlichem Verhältnis stand. Das oben abgebildete Gerät, zeigt wesentliche Innovationen, die durch Oberhaeuser eingeführt wurden: die Tubuslänge von
160 mm und das Hufeisenstativ.

Ein wesentlicher Verdienst von Hartnack war es, erschwingliche Wasserimmersions-Objektive zu bauen, die bereits 1859 eine numerische Apertur von 1,05 erreichten und bei den Forschern großen Anklang fanden (Wasserimmersion No. 11). 1868 bekam er von der medizinischen Fakultät der Universität Bonn für die Verdienste im Mikroskopbau einen Ehrendoktertitel verliehen. Um 1882 erhielt er von der preußischen Regierung einen Professorentitel. Aufgrund des deutsch-französischen Krieges mußte Edmund Hartnack 1870 Paris verlassen und nach Potsdam übersiedeln, wo er ein neues Institut für den Bau von Mikroskopen und anderen optischen Instrumenten gründete. 1864 trat der aus Polen geflüchtete Mathematiker und Astronom Professor Adam Prazmowski (1821 - 1888) dem Unternehmen bei, der bereits 1865 durch Hartnack zum technischen Direktor ernannt wurde. Hartnack verkaufte 1879 seine Pariser Niederlassung an Prazmowski. Ab 1885 leiteten die Meister Bezu und Hausser das Unternehmen, bis schließlich 1898 die Firma in der Nachetgruppe aufging.
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Mittleres Trommelmikroskop (Stativ Nr. IV) von Hartnack um 1865 (Höhe mit eingefahrenem Tubus: 24 cm). Die geschwungene Signatur
E. Hartnack, sucr-de G. Oberhaeuser, Place Dauphine 21, Paris befindet sich auf dem Schiebetubus, wohingegen die Seriennummer 4820 in das Leder auf der Stativunterseite eingebrannt und in den Kasten gestanzt wurde. Unter dem geschwärzten Tisch befindet sich eine Lochblendenscheibe mit drei Positionen und ein drehbarer Konkavspiegel. Die Grobfokussierung erfolgt über das Schieben des Tubus, die Feineinstellung über ein Rändelrad an der Säule unterhalb des Tisches. Dieses Instrument wird liegend in einem Mahagonikasten aufbewahrt, in dem sich auch die Okulare Nr.2 und Nr. 4 sowie die Objektive Nr. 4 und Nr. 7 befinden. Die Trommelmikroskope von Georg Oberhäuser waren aufgrund der einfachen Bauweisen relativ preiswert. Die Optik, besonders die achromatisch korrigierten Objektive, wurden von vielen Wissenschaftlern geschätzt.
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Messingmikroskop mit Kippe von Hartnack, Potsdam um 1895 (Stativ IVB, Höhe bei eingefahrenem Tubus: 29 cm) mit zentrierbarem Drehtisch, höhenverstellbarem Abbe'schem Kondensor, Dreifachobjektivrevolver, Grob- und Feintrieb sowie Plan-, Konkavspiegel. Die geschwungene Signatur E. Hartnack, Potsdam befindet sich auf dem Tubus. Der Y-Fuß ist aus lackiertem Eisen gefertigt, wohingegen die übrigen Stativteile aus zaponiertem bzw. vernickeltem Messing bestehen. Die optische Ausstattung umfaßt drei Okulare (Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4) und drei Objektive (Nr. 2, Nr. 4 und Nr.7). Dieses gut erhaltene Gerät wird stehend in einem abschließbaren Mahagonikasten aufbewahrt.
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Kleines Messingmikroskop von Hartnack um 1869 (Höhe mit eingefahrenem Tubus: 23 cm). Die schön geschwungene dreizeilige Signatur E. Hartnack, et C.ie, Place Dauphine 21, Paris befindet sich am Schiebetubus. Hinter dem et C.ie verbirgt sich der Mathematiker und Astronom Adam Prazmowski (1821 - 1885), der seit 1864 Teilhaber der Werkstätte von Hartnack war. Die Seriennummer 8037 wurde in den Mahagonikasten und den kleinen Objektivkasten gestanzt. Der rechteckige Fuß besteht aus schwarz lackiertem (Goldlackbeimischung) Gußeisen, wohingegen die übrigen Teile aus geschwärztem, zaponiertem Messing und gebläutem Stahl gefertigt wurden. Zur optischen Ausstattung dieses Mikroskops gehören die Okulare Nr. 3 und Nr. 4, die Objektive Nr. 4 und Nr. 7 sowie ein Konkavspiegel. Die Beleuchtung kann über einen Lochblendenrevolver mit fünf Positionen unterhalb des Tisches reguliert werden. Die Feineinstellung wird über das Rändelrad an der Säule durchgeführt, wohingegen die Grobfokussierung über das Schieben des Tubus erfolgt.
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Achromatisches Immersionsobjektiv No. 15 von
Hartnack um 1870 im Messingcontainer. Die
Immersionsobjektive von Hartnack wurden von
vielen Forschern aufgrund der hohen
numerischen Apertur sowie der guten
chromatischen und sphärischen Korrektur
geschätzt. So meint z.B. der Leiter der
Abteilung physiologische Histologie des
Berliner Physiologischen Institutes
Prof. Gustav Fritsch (1838 - 1927) im Jahre 1882:
"Hartnack scheint mit seinem homogenen
Imm.-System Zeiss überflügelt zu haben.
Hartnacks Bakterienmikroskop ist in ärztlichen
Kreisen weit verbreitet und hoch anerkannt."
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Kleines Trommelmikroskop (Stativ III) von Hartnack um 1865 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 22 cm) mit Auflichtkondensor in Form einer Plankonvexlinse. Dieses kleine Mikroskop wurde aus zaponiertem, geschwärztem und grün lackiertem Messing gefertigt. Wie für Oberhaeuser und Hartnack typisch, befindet sich die schöne, geschwungene Signatur am Schiebetubus: E. Hartnack, sucr-de G. Oberhaeuser., Place Dauphine 21., Paris. und die Seriennummer im Kasten und auf dem Leder an der Stativunterseite: 4967. Der Grobtrieb erfolgt über den Schiebetubus, die Feineinstellung wird mithilfe des Rändelrades unter dem Tisch durchgeführt. Ausgestattet ist dieses kleine Mikroskop mit den Objektiven Nr. 4 und Nr. 7 sowie den Okularen Nr. 2 und Nr. 3 und einem drehbaren Konkavspiegel. Der Auflichtkondensor ist in seiner Höhe und im Winkel einstellbar. Ein Lochblendenrad ist nicht mehr vorhanden. Für den Transport wird der Fuß abgeschraubt und separat im Mahagonikasten verstaut.
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