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Christian Kremp
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Kursmikroskop (Stativ KM VII/2) von Kremp um 1933
(Höhe bei eingefahrenem Tubus: 31 cm). Die Signatur
CHR. Kremp. Wetzlar, No 12126 befindet sich auf dem
Tubus. Der lasierte Weichholzkasten und die
Vergrößerungstabelle tragen dieselbe Nummer. Der
Tubus, der Tisch und der Tubusträger wurden aus
lackiertem bzw. zaponiertem Messing gefertigt,
wohingegen der Fuß aus lackiertem Gußeisen
besteht. Unter dem Tisch befindet sich eine
Lochblendenscheibe mit 5 Positionen und ein Plan-
/Konkavspiegel. Das Zubehör beinhaltet die signierten
Objektive Nr. 3 und Nr. 6 sowie die mit dem Kürzel
CKW (= Christian Kremp, Wetzlar) gekennzeichneten
Okulare Nr. 0, Nr. 2, und Nr. 5. Weitere Kennzeichen
dieses relativ einfachen Gerätes sind das Kippstativ,
der beidseitige Grob- und der einseitige Feintrieb.
Christian Kremp (1843 - 1920) stellte zunächst als gelernter Tischler in Braunfels Einzelteile für Klaviere, Geigen, Gitarren und Zithern her. Im Jahre 1877 gründete er in Wetzlar eine Werkstatt für die Reparatur und Herstellung von Musikinstrumenten und anderen Geräten. Auf den Rat von Moritz Karl Hensoldt (1821-1903) stellte er 1885 die Produktion von Musikinstrumenten ein und konzentrierte sich auf die Herstellung von Zahnstangen und Trieben aller Art. Im Jahre 1913 übergab er im Alter von 70 Jahren seinem Sohn Georg Kremp die Leitung der Firma. 1920 wurde - nach dem Wunsch des Vaters - die Fertigung in zwei Betriebe aufgeteilt. Die Firma Georg Kremp Söhne produzierte und verkaufte Spezialerzeugnisse, wohingegen Georg Kremp die Herstellung von Fertiginstrumenten aus dem Bereich der Mikroskopie weiterführte (Lupen, Mikroskope und Nebenapparate). Weitere Informationen zur Firmengeschichte Kremp findet sich bei: Wiedling, M. (1949): 100 Jahre Optik und Feinmechanik in Wetzlar, Industrie- und Handelskammer Wetzlar.
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