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Nachet
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Frühes Mikroskop microscope grand modèle mit
Doppelsäule von Nachet um 1860 (Höhe bei
eingefahrenem Tubus 36 cm). Die schöne
Signatur Nachet et fils à Paris, Rue Serpente
16
, befindet sich rechtsseitig am Tubusträger.
Eine Seriennummern ist nicht vorhanden,
was für die Firma Nachet typisch ist. Die
Fokussierung erfolgt über den Scheibetubus
und über einen Feintrieb an der Säule.
Unter dem runden Tisch befindet sich eine
höhenverstellbare Halterung für Lochblenden,
Kondensoren oder Nicol-Prismen sowie eine
Lochblendenscheibe mit 4 Positionen und ein
Plan- Konkavspiegel, der über 3 Gelenke
bewegt werden kann.
Das Zubehör umfaßt folgende Komponenten: die Okulare Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 (mit verschließbaren Einschüben für ein Okularmikrometer), die Objektive Nr. 0, Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr. 5 und Nr. 7, zwei Kondensoren (einer mit herausnehmbarer Zentralblende und ein weiterer für Oblique-Kontrast), ein Frosted-Filter mit Messingfassung für die Kondensorhalterung, eine Lochblende, ein Objektmikrometer aus Messing (signiert: Micromètre, Millimètre en 100 Partis), ein Okularmikrometer, eine Vorrichtung zur Fokussierung und Ausrichtung des Okularmikrometers, eine Camera Lucida (signiert Nachet à Paris), zwei handgeschriebene Vergrößerungstabellen, ein dreiteiliges Präparationsbesteck sowie Präparate. Das Zubehör wird in mit rotem Samt ausgeschlagen Kästen aufbewahrt. Für den Transport wird der Tubus separat in dem großen Mahagonikasten verstaut.

Camille Sébastien Nachet (1799 - 1881) fertigte zunächst Optiken für Jacques Louis Vincent Chevalier (1771 - 1841) in Paris, bevor er sich 1839 selbständig machte. Im Jahre 1862 zog er von der Rue Serpente, 16 in die Rue St. Séverin, 17. Die Signatur lautete von 1862 bis 1880 nun Nachet et fils, 17, Rue St. Séverin. Zwischen 1880 und 1890 wurden die Instrumente einfach Nachet, 17, Rue St. Séverin signiert. Nach 1890 wurde oftmals wieder der Zusatz et fils verwendet.

1851 stellte Camille Sébastien Nachet (1799 - 1881) auf der Londoner Weltausstellung sein erstes inverses Mikroskop vor. Dieses Gerät, das erste "chemische Mikroskop", wurde nach den Plänen von John Lawrence Smith (1818 - 1883) gebaut. Nachet erregte bereits öfter durch seine ausgefallenen Mikroskope Aufsehen. So erfand er z.B. ein Mikroskop mit fünf Beobachtungstuben - einem Vorläufer heutiger Diskussionseinrichtungen. Seine Trommelmikroskope und der 'Entenfuß', bei dem die Grundplatte an einen Entenfuß erinnert, fanden in Europa weite Verbreitung. Des weiteren wurde die Firma Nachet durch petrografische Mikroskope bekannt, die von Jean-Alfred Nachet (1831 - 1908, Sohn von Camille Sébastien Nachet 1799 - 1881) um 1880 eingeführt wurden.
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Petrografisches Mikroskop / Polarisations-
mikroskop mit zweigeteiltem Tubus von Nachet,
Paris aus dem Jahre 1904 (microscope
moyen modèle minéralogique
, Höhe bei
eingefahrenem Tubus: 36 cm) mit skaliertem
Drehtisch und XY-Mover mit zweifacher Skala.
Der Tisch kann mit dem Objektiv, Grob- und
Feintrieb um 360 Grad gedreht werden,
wohingegen das Nicolprisma unter dem Okular
nicht drehbar ist. Die Signatur Nachet, 17 Rue
St. Séverin, Paris
befindet sich dem Betrachter
zugewandt am Fuß. Die Vergrößerungstabelle
im Mahagonikasten ist mit dem Jahr 1904
unterschrieben. Zur optischen Ausrüstung
dieses Polarisationsmikroskops gehört das
Objektiv Nr. 3 in einer Klemmhalterung
(ursprünglich auch noch Nr. 5, Nr. 6, Nr. 7), die
Okulare Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4 und Nr. 5.,
der Plan-/Konkavspiegel, drei Lochblenden,
eine Lupenvergrößerung sowie ein
herausklappbares Nicolprima im Tubus.
Die Kondensorhalterung ist höhenverstellbar und verfügt über eine Klappfrontlinse. Der obere Tubus kann bei rausgeklapptem Nicolprisma geschlossen werden. Er ist über ein beidseitiges Rändelrad in der Höhe verstellbar, so daß er vom unteren Tubus getrennt werden kann, der den Grob- und Feintrieb sowie Lambdaplättchen oder Kompensatoren trägt. Das Stativ mit Kippe besteht aus zaponiertem und geschwärztem Messing.
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Kleines Messingmikroskop mit Entenfuß aus Gußeisen von Nachet um 1890 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 27cm). Die Signatur Nachet & Fils, Paris, R St Severin 17 befindet sich am Tubusarm. Zur optischen Ausstattung gehören das Okular Nr. 1 und das Satzobjektiv Nr.1. Am Fuß befindet sich ein drehbarer Konkavspiegel, unter dem Tisch eine Lochblendenscheibe mit drei Positionen. Der Feintrieb wird über das Rändelrad an der Säule und der Grobtrieb über den Schiebetubus betätigt. Die Vergrößerung kann über den Auszugstubus variiert werden. Das Oberteil des Mikroskops läßt sich durch Lösen zweier Rändelschrauben abnehmen, so daß ein einfaches Mikroskop für Präparationszwecke auf dem Tisch montiert werden kann (nicht vorhanden). Für den Transport im Mahagonikasten wird der Tubus herausgezogen.
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