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Adam Prazmowski
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Kleines Messingmikroskop mit dreieckiger Säule von Prazmowski um 1880 (Höhe mit eingefahrenem Tubus: 23 cm). Die geschwungene vierzeilige Signatur Mon. E. Hart. & A. Praz., A. Prazmowski sucr , Rue Bonaparte 1, Paris befindet sich auf dem Schiebetubus. Die Seriennummer 19026 wurde in den Kasten gestanzt. Der rechteckige Fuß besteht aus lackiertem Gußeisen, wohingegen die übrigen Teile aus geschwärztem, zaponiertem Messing und gebläutem Stahl gefertigt wurden. Zur optischen Ausstattung gehören die Okulare Nr. 2 und Nr. 3, die Objektive Nr. 3 und Nr. 7 sowie ein Konkavspiegel. Die Beleuchtung kann über einen Lochblendenrevolver mit fünf Positionen unterhalb des Tisches reguliert werden. Die Feineinstellung wird über das Rändelrad durchgeführt, wohingegen die Grobfokussierung über das Schieben des Tubus erfolgt.
Adam Prazmowski wurde am 25. März 1821 in Warschau geboren und machte sich als Assistent der dortigen Sternwarte seit 1839 einen Namen. Er beteiligte sich an den großen russischen Expedition zur Gradmessungen und zur Beobachtungen von Sonnenfinsternissen. Aus politischen Gründen emigrierte er 1863 nach Paris und trat 1864 in die Werkstätte Edmund Hartnacks (1826 - 1891) ein, wo er bereits 1865 durch Hartnack zum technischen Direktor ernannt wurde. Aufgrund des deutsch-französischen Krieges mußte Edmund Hartnack 1870 Paris verlassen und nach Potsdam übersiedeln, um dort ein neues Institut für den Bau von Mikroskopen und anderen optischen Instrumenten zu gründen. Hartnack verkaufte 1879 seine Pariser Niederlassung an Prazmowski. Ab 1885 leiteten die Meister Bezu und Hausser das Unternehmen, bis schließlich 1898 die Firma in der Nachetgruppe aufging.
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