herstellerübersicht rundgang
font class="ro9"> herstellerübersicht >>>
Carl F. W. Reichert
click for details
Frühes Messingmikroskop von Reichert um 1877 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 25 cm). Die geschwungene Signatur C. Reichert, VIII. Bez Mölkergasse No 3, Wien befindet sich am Schiebetubus, die Seriennummer 114 wurde in den Kasten eingestanzt. Die Grobfokussierung erfolgt durch das Schieben des Tubus, wohingegen die Feinfokussierung durch die Rändelschraube am Tubusträger über eine Parallelogramm-Konstruktion vorgenommen wird. Zur optischen Ausstattung gehören das Objektiv Nr. 7, die Okulare Nr. 1 und Nr. 3, ein Fadenokular, zwei Lochblenden mit Schiebehülse und ein Plan-/Konkavspiegel. Unter dem Tisch befindet sich eine Schwalbenschwanzhalterung für die Lochblenden. Das Objektiv sowie die Schiebehülse werden in einer separaten Box aufbewahrt. Weitere Kennzeichen dieses frühen Instruments von Reichert sind der Auszugstubus, die Präparateklemmen und der Hufeisenfuß. Das Instrument wird liegend in einem abschließbaren Mahagonikasten aufbewahrt.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
Großes Forschungsmikroskop aus Messing (original lackiert,
vernickelt, zaponiert) der Firma Reichert, Wien um 1905 (Höhe
bei eingefahrenem Tubus: 33 cm). Die vollständige Signatur
C. Reichert, Wien No 36546 befindet sich dem Beobachter
zugewandt am Hufeisenfuß. Kennzeichen dieses Instrumentes
sind der beidseitige Grob- und Feintrieb, der zentrierbare
Drehtisch, der Abbesche Beleuchtungsapparat, der
Dreifachobjektivrevolver (Nr. 4, Nr. 7 und 1/12 Ölimmersion N.A.
1,30), der Plan-/Konkavspiegel und der Auszugstubus mit
Skalierung. Der Kondensor verfügt über zwei Irisblenden. Die
obere Blende kann nur betätigt werden, wenn das
Linsensystem des Kondensors zuvor heraus geklappt wurde.
Sie ersetzt die umständlichen Lochblenden bei niedrigen
Vergrößerungen. Darüber hinaus ist an diesem Gerät Zubehör
zu finden, wie z.B. ein Spiegelkondensor und ein
Zeichenapparat, die weiter unten detailliert beschrieben
werden. In dem abschließbaren Mahagonikasten, der dieselbe
Seriennummer wie das Gerät hat, befinden sich das Okular 5x
und das 12x Compens. Mikrometer Okular sowie
mikroskopisches Besteck und Zedernöl.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Carl Friedrich Wilhelm Reichert (1851 - 1922) machte während seiner Wanderjahre Bekanntschaft mit Edmund Hartnack (1826 -1891), in dessen Werkstatt (Potsdam) er ein Jahr arbeitete. 1875 ging er nach Wetzlar, um in die optisch-mechanische Werkstätte von Ernst Leitz (1843 - 1920) einzutreten. Angeblich aufgrund persönlicher Differenzen mit der Frau von Ernst Leitz verließ er das Unternehmen und gründete 1876 eine eigene Werkstätte in der Mölkergasse 3, Wien. 1878 erfolgte der Umzug in die Laudongasse 40. Das oben gezeigte Instrument stammt noch aus der ersten Werkstätte Reicherts. Durch die Heirat mit der Schwägerin von Ernst Leitz im Jahre 1878 stand er mit diesem auch in verwandtschaftlicher Beziehung. Ein wesentlicher Verdienst der Firma Reichert war die konsequente Weiterentwicklung der Fluoreszenzmikroskopie, die heutzutage nicht mehr aus den Biowissenschaften wegzudenken ist.
click for details
1767 entwickelte Georg Friedrich Brander (1713-1783) aus einem Projektionsmikroskop (Sonnenmikroskop) einen Zeichenapparat: Das Bild wurde auf einer Mattglasscheibe abgebildet,
auf der ein Blatt Papier aufgezogen werden konnte. Erste Cameras lucidas - Zeichenapparate, bei denen
das Blatt Papier über ein Prisma eingespiegelt wird - wurden bereits
von William Hyde Wollaston (1766 - 1828) konstruiert.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Detailaufnahme des Zeichenapparates nach Abbe um 1900 am Reichert 36546 von Otto Himmler, Berlin.
Die beiden Graufilter an der seitlichen Öffnung des Okulars dienen der Anpassung der Helligkeit des mikroskopischen Bildes mit dem eingespiegelten Bild. Auf diese Weise werden die Konturen des Präparates mit einem Bleistift nachgezogen, so daß eine detailgetreue Abbildung entsteht. Der mit Samt ausgeschlagene Kasten trägt die Beschriftung Zeichen-
apparat nach Abbe
. Otto Himmler gründete 1877 seine Berliner Werkstatt, in der er in erster Linie Mikroskope und Zubehör produzierte.
click for details
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Spiegelkondensor mit sechs
Positionen der Firma Reichert,
Wien am großen
Forschungsmikroskop 36546
(s.o.) um 1910. Die Signatur C.
Reichert Wien, No 888
ist dem
Betrachter zugewandt. Die beiden
Rändelschrauben links und rechts
dienen der Fixierung an einem
Objekttisch. Der mit Samt
ausgeschlagene Kasten ist mit
der Signatur Spiegel-Condenser,
C. Reichert, Wien
gekennzeichnet.
click for details
Messingmikroskop ohne Auszugstubus der Firma Reichert, Wien (Höhe bei eingefahrenem
Tubus: 33 cm) um 1910. Die Signatur
C. Reichert, Wien No 48437 befindet sich dem Betrachter zugewandt am schwarz lackierten Hufeisenfuß (Eisen). Der Mahagonikasten trägt
die gleiche Kennung. Das Gerät verfügt über einen Fein- und einen Grobtrieb, einen zentrierbaren Drehtisch, einen höhenverstellbaren Kondensor, einen Dreifachobjektivrevolver (Nr. 3, Nr. 7a und
1/12 Ölimmersion) und einen Plan-/Konkavspiegel. In dem abschließbaren Kasten befinden sich außerdem die Okulare Nr. 2 und Comp. Nr. 3.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Binokularer Aufsatz nach E. Schild von Reichert,
Wien um 1915 (Distanz von den Okularen zum Ende
des Messingtubus: 25 cm). Die Signatur Reichert,
Wien 879, Patent
befindet sich auf der Frontseite.
Dieser Aufsatz wurde mit zwei Okularpaaren (Nr. IV
und Nr. 12 Comp.) und zwei Objektiven ("Lupe" und
"Mikroskop") ausgeliefert. Mann kann dieses Gerät
als binokulare Präparationslupe oder als Mikroskop
für Auflichtanwendungen einsetzen, wofür es an
einem Eisenstativ fixiert wird. Der stereoskopische
Effekt, der dabei auftritt, ist nicht mit dem der
Greenough-Stereomikroskope (1896) zu
vergleichen. Eine andere Verwendung war es, das
Okular eines monokularen Mikroskops eines
beliebigen Herstellers durch den kompletten
Aufsatz auszutauschen. Die Rändelschraube
zwischen den Okularhülsen dient der Anpassung
der Okulare an die unterschiedlichen
Augenabstände der Betrachter. Da man mit diesem
Aufsatz relativ kostengünstig aus einem
monokularen Mikroskop ein binokulares machen
kann, fand dieses Instrument rasche Verbreitung
(Weinschenk, 1925). Starke Konkurrenz für diesen
Binokularaufsatz von Reichert stellte ein ähnliches
Gerät von Zeiss, Jena mit dem Namen "Bitumi" dar.
click for details
Zwei große binokulare Forschungsmikroskope der Firma Reichert, Wien von 1928 bzw. 1930 (Höhe: 33 cm). Die Signatur Reichert, Austria befindet sich bei beiden Geräten auf mehreren Bauteilen (z.B. Tisch, binokularer Tubus, XY-Mover). Die eigentliche Signatur ist auf dem Fuß, dem Betrachter zugewandt, abzulesen (links: Reichert, Austria 87568 und rechts: 94397). Bei beiden Geräten findet sich ein Drehtisch mit einem XY-Aufsatz, der sich in einer Richtung fixieren läßt und über eine Federhalterung verfügt, ein Grob- und ein Feintrieb, ein Vierfachobjektivrevolver (links: 16 mm, 8 mm, 2 mm N. A. 1,33 und 4 mm Apo 37d mit Deckglasdickenkorrektur, rechts: No 3e, 4 mm Apo 37d mit Deckglasdickenkorrektur, No 7a und 2 mm N. A. 1,33) und ein vollständiger Abbescher Beleuchtungsapparat. Der Fuß und der Tubusträger bestehen aus lackiertem Eisen, wohingegen der Tisch, die Fokussiereinrichtung, die Okularhülsen und Teile des binokularen Tubus aus zaponiertem bzw. lackiertem Messing gefertigt wurden. Mithilfe des großen Knopfes mit Rändelschraube am Binokulartubus ist es möglich, auf den monokularen Beobachtungsmodus umzuschalten. Die kleine Rändelschraube zwischen den Okularhülsen dient der Variation des Abstandes der Okulare, um dem unterschiedlichen Augenabstand der Anwender Rechnung zu tragen. Von dem rechten Gerät ist der Weichholzkasten, der dieselbe Seriennummer trägt, erhalten geblieben. In dem Kasten befinden sich neben einer Vergrößerungstabelle in französischer Sprache noch das Okularpaar Comp. Mikr. Nr. 8S, die einzelnen Okulare Nr. 18 Comp., Nr. 12 Comp., Nr. 3 und Nr. IIS sowie Abstandhalter, um die Tubuslänge von 160 mm auf 170 mm zu erhöhen.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
Präparationsmikroskop von Reichert,
Wien um 1885 (Höhe: 17 cm). Die schöne geschwungene Signatur C. Reichert, Wien,
VIII. Bennogasse No 26. befindet sich auf
dem mit Blei gefüllten Fuß unterhalb des Plan-/Konkavspiegels. Die Fokussierung erfolgt über das beidseitige Rändelrad, das obere Rändelrad dient dem Verfahren der Lupe, die außerdem noch geschwenkt werden kann. Die Lupe ist mit 10 beschriftet. Die Handstützen sind aus Stahl gefertigt, der mit Leder bezogen wurde. Der Schlüssel des Mahagonikasten, der mit der Seriennummer 6111 gestanzt ist, trägt als
Symbol R für Reichert.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Zwei Vollmessingmikroskope ohne Kippe von
Reichert, Wien (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 30
cm). Beide Geräte wurden am 24.04.1913 mit den
Objektiven 3 und 7a und den Okularen 2 und 4 von
der Verkaufsstelle IX. in der Währingerstrasse 16,
Wien ausgeliefert. Die Signatur C. Reichert Wien,
No 52804
bzw. 52788 befindet sich dem Betrachter
zugewandt am Fuß (am Tubus C. Reichert, Wien).
Kennzeichen dieses Stativs, das weite Verbreitung
in der Lehre und im Routineeinsatz fand, sind der
Zweifachobjektivrevolver, der beidseitige Grobtrieb,
der Feintrieb über das Rändelrad an der Säule, der
über eine Parallelogramm-Verschiebung auf den
Tubus wirkt, der offene Griff, der runde Tisch, der
Dreh- und schwenkbare Plan-/Konkavspiegel, der
Lochblendenrevolver mit fünf Blenden und der
Auszugstubus. Das gesamte Stativ, der Tubus und
die Mechanik bestehen aus lackiertem, zaponiertem
und vernickeltem Messing. Die Geräte werden
stehend in Edelholzkästen aufbewahrt, in denen
sich noch die Vergrößerungstabelle sowie
Halterungen für weitere Okulare und Objektive
befinden.
click for details
Wiener Messingmikroskop von Reichert um 1888 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 30 cm) mit einfachem festen Tisch, höhenverstellbarem Kondensor mit abnehmbarer Frontlinse, 6 großen Einlegeblenden (eine für Dunkelfeld), neigbarem Stativ, Auszugstubus, Grob- und Feintrieb sowie Plan- und Konkavspiegel. Die schöne geschwungene Signatur C. Reichert, Bennogasse 26, Wien befindet sich am Tubus. Die Seriennumer 5994 wurde in den Kasten gestanzt. Das Zubehör umfaßt die Okulare Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 12, die Objektive Nr. 3, Nr. 8a im extra Kasten, 18b (1/13, Appert. 1,25, Homog. im. im Messingcontainer) sowie eine höhenverstellbare Halterung für kleine Lochblenden, von denen ebenfalls drei Stück vorhanden sind. Das Instrument wird liegend in einem abschließbaren Mahagonikasten aufbewahrt.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
Wiener Meßmikroskop von Reichert um 1918 mit schrumpflackiertem Hufeisenfuß und skaliertem Auszugstubus (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 20cm). Die Signatur C. Reichert, Wien, 60941 befindet sich am Tubus. Die zweiteilige Rändelschraube zur Vermessung von Strecken in der XY-Ebene zeigt eine Einteilung in 50 Teilstriche. Eine vollständige Rotation entsprechen einem Verfahrweg von 500 µm. Die grobe Einstellung kann am horizontalen Tubus in mm-Schritten abgelesen werden. Um zu gewährleisten, daß die zu vermessende Strecke sich entlang der Verfahrrichtung der eigentlichen Meßvorrichtung befindet, kann eine winkelgenaue Einstellung über ein weiteres Rändelrad vorgenommen werden (auf dem Foto nicht zu erkennen). Des weiteren ist die Verfahrung senkrecht zur Z-Achse über ein Rändelrad möglich. Die Optik diese Instrumentes besteht aus dem fokussierbaren Okular L III und dem Objektiv Nr. 2.
Das Gerät zeigt Gebrauchsspuren.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
click for details
Wiener Messingmikroskop von Reichert um 1879 (Stativ III, Höhe bei eingefahrenem Tubus: 27 cm). Das Mikroskop hat einen Feintrieb, eine höhenverstellbare Lochblendenhalterung mit Schwalbenschwanzführung, einen Auszugstubus sowie einen schwenkbaren Plan-/Konkavspiegel. Zur optischen Ausstattung gehören die Okulare Nr. 3 und Nr. 4, die Objektive Nr. 3, Nr. 7 und Nr. 8a (letzteres vermutlich später ergänzt) und drei Lochblenden. Die Signatur ist auf dem Schiebetubus abzulesen: C. Reichert, VIII Bez. Laudongasse 40, Wien wohingegen die Seriennummer 448 in den Kasten gestanzt wurde und auf der Vergrößerungstabelle vermerkt ist.
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
herstellerübersicht rundgang