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Friedrich W. Schieck
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Kleines Messingmikroskop mit Hufeisenfuß von
Schieck, Berlin um 1882 (Höhe bei eingefahrenem
Tubus: 26 cm). Die Signatur F. W. Schieck, Berlin
S.W., 6045
befindet sich sowohl an der kleinen Box für
die Objektive als auch am großen Kasten. Laut
Vergrößerungstabelle im Mahagonikasten ist die
optische Ausstattung komplett: Objektive No. 1, 3, 5
und 7 sowie die drei Okulare No. 0, 2 und 3. Dieses
ungewöhnlich gut erhaltene Instrument verfügt über
einen Feintrieb an der Prismensäule, eine Kippe,
einen Plan- Konkavspiegel, einen Auszugstubus sowie
eine Lochblendenscheibe mit vier Positionen.
Friedrich Wilhelm Schieck (1790 - 1870) war Sohn des Wundarztes Johann Andreas Schiek (man beachte die alte Schreibweise ohne 'c', man findet beide Signaturen) im thüringischen Herbsleben. Er machte zunächst bei dem Hofmechaniker Wisskemann auf Schloß Philippsthal bei Frauensee eine dreijährige Lehre und ging später nach Berlin, wo er zunächst in der Werkstätte von Carl Philipp Heinrich Pistor (1778 - 1847) arbeitete, dessen Teilhaber er 1824 wurde. 1837 trennten sich die beiden Partner und Schieck eröffnete eine Werkstätte in der Dorotheenstraße 31g.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: 1844 erhielt er auf der Berliner Gewerbeausstellung eine Goldmedaille für seine Mikroskope. Fortan stiegen die Produktionszahlen von zunächst
25 auf über 50 im Jahr.

Schieck fertigte bis in die fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts Objektive, die aus verschraubten achromatischen Linsenpaaren bestanden. Die verwendeten Okulare zeigten eine große Vergrößerung, um eine hohe Gesamtvergrößerung zu erzielen. Die Auflösung eines jeden Mikroskops wird durch die numerische Apertur des Objektives bestimmt, die zwangsläufig bei kombinierbaren, verschraubten Linsen gering ist. Aus diesem Grunde produzierte Schieck, wie auch andere Hersteller, ab 1860 feste Objektive und schwächer vergrößernde Okulare.

1860 zog die Werkstätte in die Hallesche Str.14, wo auch der Sohn Friedrich Wilhelm Hermann Schieck 1843 - 1916 ausgebildet wurde. Dieser übernahm 1867 die Leitung des Betriebes. Die Firma Schieck existierte bis 1962.
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Trichinenmikroskop von F. W. Schieck um 1900 (Höhe bei eingefahrenem Tubus 27 cm) mit vernickeltem Messingtubus (Auszugstubus) und grün lackiertem Eisenfuß/-stativ. Die Grobfokussierung erfolgt durch das einseitige Rändelrad am Tubusträger, die Feinfokussierung über eine Rändelschraube unterhalb des Tisches mit Hartgummiauflage. Unter dem Tisch befindet sich eine Lochblendenscheibe mit 6 Positionen und ein Plan-/Konkavspiegel. Laut Vergrößerungstabelle im Edelholzkasten ist dieses Mikroskop mit dem dreiteiligen Objektiv (No. 1, No. 2, No. 3) sowie den Okularen No. 0 und No. 2 vollständig.
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Berliner Messingmikroskop von F. W. Schieck um
1880 (Höhe bei eingefahrenem Tubus 24 cm) mit
Hufeisenfuß aus grün lackiertem Eisen mit typischer
Goldlackapplikation. Der übrige Corpus besteht aus
lackiertem, zaponiertem und geschwärztem Messing
sowie gebläutem Stahl. Die Grobfokussierung erfolgt
durch den Schiebetubus, wohingegen die
Feineinstellung über das Heben und Senken des
Tisches mittels des Rändelrades hinter der Säule
durchgeführt wird. Unter dem Tisch befindet sich ein
Lochblendenrevolver mit 4 Positionen und ein drehbarer
Plan-/Konkavspiegel. Zur optischen Ausrüstung
gehören die Okulare Nr. 0 und Nr. 2 sowie 2 Objektive,
denen die zwei inneren Segmente ohne Optik
fehlen. Die für Schieck typische Signatur:
F. W. Schieck. Berlin. S. W. und die Seriennummer
4652 wurde in den Edelholzkasten eingestanzt.
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Berliner Messingmikroskop von Schieck um 1882 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 26 cm). Dieses gut erhaltene Mikroskop ist am Hufeisenfuß mit F. W. Schieck, Berlin No 6308 signiert. Laut Vergrößerungstabelle im Edelholzkasten ist dieses Gerät mit den Okularen Nr. 0, 1, 3 und den Objektiven Nr. 1 und Nr. 4 vollständig. Die Grobfokussierung wird über den Schiebetubus und die Feinfokussierung über das große Rändelrad am Tubusträger durchgeführt. Unter dem Tisch befinden sich ein Plan-/Konkavspiegel sowie eine höhenverstellbare Halterung für Lochblenden (3 Stück). Die Vergrößerung wird über den Auszugstubus variiert.
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