herstellerübersicht rundgang
Franz Schmidt & Haensch
click for details
F
ü
r

D
e
t
a
i
l
s

k
l
i
c
k
e
n
Kleines Messingmikroskop von Franz Schmidt
& Haensch um 1875 (Höhe bei eingefahrenem
Tubus: 27cm). Die Grobfokussierung erfolgt
über den Schiebetubus, die Feinfokussierung
über das Rändelrad an der Säule. Die Vergrößerung
kann über den Auszugstubus variiert
werden. Unter dem Tisch sind eine gewölbte
Lochblendescheibe mit 6 Positionen und ein
schwenkbarer Plan-/Konkavspiegel montiert. Mit den
Okularen Nr. 1 und Nr. 2 und zwei Objektiven
(Nr. 4 und dreiteiliges Satzobjektiv) ist die optische
Ausstattung vollständig. Die schöne Signatur bzw.
Seriennummer Franz Schmidt & Haensch, Berlin 866
befindet sich auf dem Hufeisenfuß. Das Mikroskop
wird liegend im Mahagonikasten gelagert.
Die Werkstätte Franz Schmidt & Haensch wurde 1864 durch den Optiker Hermann Haensch (1832 - 1896) und den Feinmechaniker Franz Schmidt (1825 - 1888) in der Berliner Dragonerstr. 19 eröffnet. Beide gingen bei Wilhelm Langhoff (1820 - ?) in die Lehre und hatten bereits getrennte Werkstätten in Berlin. Vor der Zusammenlegung der Betriebe fertigte Hermann Haensch bereits Mikroskope, während Franz Schmidt auf die Herstellung von Polarisationsinstrumenten spezialisiert war. Auch nach der Firmengründung im Jahre 1864 war Wilhelm Haensch für die Produktion der Mikroskope verantwortlich.

Die Stückzahl der insgesamt von Franz Schmidt & Haensch hergestellten Mikroskope dürfte 2500 nicht überschritten haben. Die letzen Mikroskope wurden 1893 von Wilhelm Haensch gefertigt. Einen Namen machte sich die Firma in erster Linie durch die Herstellung von Polarisationsinstrumenten wie z.B. Präzisions-Kreispolarimetern und Quarzteil-Saccharimetern
(1880 Patent an Franz Schmidt und Haensch).

Heute wird die Firma Schmidt und Haensch GmbH & Co. als Familienunternehmen in fünfter Generation geführt, Firmensitz: Waldstr. 80/81 in Berlin Reinickendorf.

herstellerübersicht rundgang