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W. & H. Seibert
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Präparationsmikroskop von Seibert um
1920 (Höhe: 17 cm). Die Signatur W. & H.
Seibert, Wetzlar, No 29423
befindet sich
auf dem Tisch. Der schwarz lackierte,
abgerundete Fuß besteht aus Gußeisen,
wohingegen die Säule, der Tisch und der
Schwenkarm aus lackiertem bzw. zapo-
niertem Messing gefertigt wurden. Die
Fokussierung erfolgt über die beidseitige
Rändelschraube. Für die korrekte
Beleuchtung befindet sich unterhalb des
Tisches mit Rundglas eine Platte mit
einem Lochblendenrad (4 Positionen) und
ein Planspiegel, auf dessen Rückseite
eine Weißplatte angebracht ist. Die Lupe
ist mit 20X beschriftet. Das Anbringen von
Handstützen ist bei diesem Präpara-
tionsmikroskop möglich.

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Mikroskopstativ III mit Parallelogramm-Trieb von Seibert
um 1882 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 32 cm) aus
zaponiertem und geschwärztem Messing sowie
gebläutem Stahl. Dieses Messingmikroskop ist am
Tubus schlicht mit Seibert signiert, wohingegen die
Seriennummer 3971 auf den Rand des Mahagonikastens
eingestanzt wurde. Die Feinfokussierung wird mithilfe des
Rändelrades unterhalb des Tisches durchgeführt, die
Grobfokussierung durch Schieben des Tubus. Zur
optischen Ausstattung gehören die Okulare No I und No II,
der schwenkbare Plan-/Konkavspiegel sowie die Objektive
No I, No III und No V in einer kleinen mit Leder bezogenen
Schatulle. Unter dem Tisch befindet sich eine
höhenverstellbare Lochblendenhalterung in
Schwalbenschwanzführung.
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Wilhelm (1840 - 1925) und Heinrich (1842 - 1907) Seibert, die mit Carl Kellner in verwandtschaftlicher Beziehung standen (ihre Mutter war eine Cousine Kellners), gingen bei Kellner und nach dessen Tod bei Friedrich Belhtle in die Lehre. 1872 machten sie sich, nachdem sie zahlreiche Erfahrungen bei verschiedenen Unternehmen gesammelt hatten, zusammen mit dem Kaufmann Georg Krafft aus Wetzlar selbständig ("Seibert & Krafft"). Im selben Jahr kauften die beiden Brüder die Werkstatt von Gundlach, Berlin ("E. Gundlach's Nachfolger Seibert & Krafft") und verlegten sie 1873 nach Wetzlar. Krafft schied 1884 aus dem Unternehmen aus, was zu einer erneuten Umbenennung führte "W. & H. Seibert". Wilhelm Seibert, der Kopf des Unternehmens, erhielt 1922 für die Verdienste "um die Entwicklung der deutschen optischen Industrie" einen Ehrendoktor der TH Darmstadt. Eine detaillierte Beschreibung der Firmengeschichte und des Lebens der Gebrüder Seibert findet sich bei: Wiedling, M. (1949): 100 Jahre Optik und Feinmechanik in Wetzlar, Industrie- und Handelskammer Wetzlar.
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Acht Mikroskope der Firma Seibert in zumeist
ähnlicher Ausstattung um 1915/20 (Höhe bei
eingefahrenem Tubus: 31 cm). Die Geräte sind am
Tubus mit W. & H. Seibert Wetzlar signiert (No 23461,
No 23488, No 23903, No 27221, No 27222, No 27225,
No 27226, No 27234, Objektive meist Nr. 00, Nr. 5 (L),
Nr. 2 oder Nr. 3, Okulare meist Zeigerokulare Seibert
Nr. 3, Leitz Nr. 3 oder 6). Unter dem runden oder
eckigen Tisch befindet sich entweder ein Kondensor
oder lediglich eine Irisblende. Die drei vorderen Geräte
haben einen Auszugstubus. Alle hier gezeigten
Mikroskope teilen folgende Kennzeichen: schwarz
lackierter Eisenfuß, lackierter Tisch und Tubusträger
aus Messing, zaponierter Tubus aus Messing,
Dreifachobjektivrevolver, Plan-/Konkavspiegel,
beidseitiger Grob- und Feintrieb.
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Kleines Präparationsmikroskop mit Handstützen von Seibert um 1915 (Höhe bei eingefahrener Lupe: 14 cm). Die Signatur W. & H. Seibert, Wetzlar, No 21398 ist auf dem Lupenträger abzulesen. Der Fuß besteht aus schwarz lackiertem Gußeisen wohingegen die übrigen Stativkomponenten aus vernickeltem und zaponiertem Messing bestehen. Unter dem Tisch mit Glasplatte und Objektklammern befindet sich ein Planspiegel und eine Weißplatte. Neben der Herstellersignatur trägt das Mikroskop die Bezeichnung des Einsatzortes auf mehreren Bauteilen: Inst. F. V ererbungsforsch. Landw. Hochschule: Berlin: 1 bzw. 5. Die Lupe trägt die Nummer 5. Dieses einfache Mikroskop wird liegend in einem Weichholzkasten aufbewahrt. Verkauft wurde dieses Mikroskop von Lautenschläger in Berlin.
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Großes Messingmikroskop von Seibert um 1900
(Stativ Nr. 3, Höhe bei eingefahrenem Tubus: 31 cm)
mit zentrierbarem Drehtisch, Kondensor nach Ernst
Abbe, höhenverstellbarem Plan- und Konkavspiegel,
skaliertem Auszugstubus, neigbarem Stativ,
Objektivrevolver, beidseitigem Grob- sowie skaliertem
Feintrieb. Die Signatur Seibert in Wetzlar befindet sich
am Tubus wohingegen die Seriennummer No 9925
auf der Vergrößerungstabelle im Kasten vermerkt ist.
Zur optischen Ausstattung gehören drei Lochblenden
mit Halterung (eine zusätzliche große Blende), die
Okulare No. I und No. III sowie die Objektive No. II,
No. V (im kleinen lederbezogenen Kasten) und
1/12 Homog. Immersion im Messingcontainer.
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