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Spindler & Hoyer
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Kleines Taschenmikroskop von Spindler & Hoyer um
1925 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 15cm). Dieses
ungewöhnliche Mikroskop besteht aus lackiertem und
vernickeltem Messing. Für den Transport werden die
drei Beine abgeschraubt und zusammen mit dem
Korpus in der mit Made in Germany, Junior signierten
Messingkartusche verstaut. Die Optik setzt sich aus
dem Planspiegel, dem dreiteiligen Objektiv und dem
Okular Nr. 3 zusammen. Die Fokussierung wird
über den Schiebetubus durchgeführt.
Julius Adolf Hoyer (1874 - 1943) trat 1889 als Mechanikerlehrling in die Göttinger Firma August Becker ein (vormals Moritz Meyerstein, 1808 - 1882) und ging nach seinem Abschluß für kurze Zeit zu Wilhelm Lambrecht, um anschließend für die Firma Diederichs in Göttingen zu arbeiten. Seine Wanderjahre führten ihn in die Werkstätte von Max Kohl in Chemnitz, wo er sich mit dem Mechaniker August Spindler (1870 -1927) anfreundete. 1898 kehrte er zu Carl Diederichs nach Göttingen zurück, um dessen kleine Werkstätte mit damals vier Angestellten noch im selben Jahr gemeinsam mit Spindler zu übernehmen.

Die Produktpalette von Spindler & Hoyer war ungewöhnlich umfangreich, sie umfaßte z.B. Geräten für Demonstrationen in wissenschaftlichen Instituten, Fernrohre, Mikroskope, Instrumente für die Luftfahrt, Waagen, Elektrisiermaschinen, Erdinduktoren, Ophtalmometer, Optische Bänke, Sphärometer, Spektrometer, Kompasse, Magnetometer, Voltameter, Seismographen, Feldstecher und Sextanten. Diese erfolgreiche Werkstätte in der Branche der Optomechanik firmierte bis in das Jahr 1996 unter dem Namen Spindler & Hoyer (später Linos AG).
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