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Voigtländer Wien/Braunschweig
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Messingmikroskop (Stativtyp IVa) von Voigtländer,
Braunschweig um 1910 (Höhe bei eingefahrenem
Tubus: 28 cm). Die Signatur, Stativbezeichnung und
Serienummer ist am Tubus abzulesen: IVa,
Voigtlaender, Braunschweig, No 859
. Das Objektiv trägt
die Bezeichnung 12mm. n. ap. 0,30, Voigtländer
Braunschweig
wohingegen das Okular mit einer 2
gekennzeichnet ist. Im Katalog von 1906 wird dieses
Mikroskop wie folgt beschrieben: umlegbares Stativ mit
Dreifuß und Handgriff. Grobe Einstellung mit Zahn und
Trieb, feine mit Mikrometerschraube mit 0,25 mm
Steigung. Das Mikrometer ist mit 0,01 mm Teilung
versehen. Ausziehbarer, in mm geteilter
Tubus...zweiteiliger Kondensor n. ap. 1,20 mit
Irisblende und Ring zur Aufnahme einer blauen oder
matten Scheibe, sowie Halterung für 4 Blenden.
Senkrechte Bewegung des Kondensors durch
Seitenschraube. Kasten aus poliertem Mahagoni...
Peter Wilhelm Friedrich Voigtländer (1812 - 1878) übernahm 1837 die von seinem Großvater Johann Christoph Voigtländer (1732 - 1797) im Jahre 1756 in Wien gegründete und von seinem Vater Johann Friedrich Voigtländer (1779 - 1859) weitergeführte Werkstätte für optische und feinmechanische Instrumente in Wien.

Johann Friedrich Voigtländer baute bereits 1756 als Mechaniker und optischer Künstler in Wien Mikroskope. Einen Namen machte sich die Firma Voigtländer jedoch in erster Linie durch die Fertigung von Kameras mit hochwertiger Optik, Fern- und Operngläsern sowie Brillen. 1840 entwickelte Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer in Zusammenarbeit mit dem Mathematiker Josef Petzval (1807 - 1891) das erste berechnete Porträtobjektiv. Einer der bedeutendesten Mikroskopbauer, Simon Plößl (1794 -1868), erlernte bei Johann Friedrich Voigtländer das Optikerhandwerk und arbeitete hier von 1812 bis 1823. Der Umzug von Wien nach Braunschweig erfolgte 1849 auf Wunsch der Ehefrau von Peter Wilhelm Friedrich, die eine gebbürtige Braunschweigerin war. In Braunschweig wurden von 1906 bis 1926 Mikroskope hergestellt.
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