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Paul Waechter
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Kleines Berliner Mikroskop von Paul Waechter
um 1885 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 26
cm). Die geschwungene Signatur Paul Waechter,
Berlin
befindet sich auf dem Tubus. Der Y-Fuß
besteht aus grün lackiertem Eisen, wohingegen
die anderen Teile aus zaponiertem, vernickeltem
und lackiertem Messing bestehen.
Die Grobfokussierung erfolgt über das Schieben
des Tubus, während für die Feinfokussierung die
Tischauflageplatte durch eine Rändelschraube
gehoben oder gesenkt werden kann. Weitere
Kennzeichen dieses Gerätes sind das in drei
Teile zerlegbare Objektiv, das Okular Nr. 3 und ein
Plan-/Konkavspiegel. In dem Mahagonikasten
befindet sich eine Vergrößerungstabelle, die mit
Mikroskop No. VI überschrieben ist.
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Paul Waechter (1846 - 1893), der bei Zeiss in Jena zum Optiker und Mechaniker ausgebildet wurde, gründete im Jahr 1872 seine Werkstätte in der Köpenicker Straße Nr. 115, Berlin. Da die Nachfrage groß war, sah sich Waechter nach einer größeren Werksstätte um und verlegte 1890 die Produktion nach Berlin Friedenau. Innerhalb der ersten zwanzig Jahre wurden über 20.000 Mikroskope hergestellt, zumeist für die Fleischbeschau. Nach dem Tode Waechters 1893 wurde das Unternehmen zunächst von seinem langjährigen Meister Puchler und später von ihm und einem weiteren Meister (Paul Prasser) geleitet. Mitte der dreißiger Jahre des 20. Jhd. übernahm die Familie Pridat die Werkstätte und verlegte sie nach Potsdam.
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Messingmikroskop von Paul Waechter
um 1910 (Höhe bei eingefahrenem Tubus: 27 cm). Laut Vergrößerungstabelle im Eichenholzkasten handelt es sich bei diesem Gerät um das Mikroskop Typ VIIID der Optischen Werkstätte
Paul Waechter, Friedenau. Das Mikroskop
ist auf dem Tisch mit 25812, Paul Waechter, Friedenau signiert. Der geschwungene Fuß und der Tubusträger bestehen aus schwarz
lackiertem Messing, die anderen Metallteile aus zaponiertem oder vernickeltem Messing. Unter dem Tisch befindet sich eine Lochblende, die eingeschwenkt werden kann und ein Plan-/Konkavspiegel. Das Mikroskop wurde mit dem Objektiv Nr. 3 sowie den Okularen Nr. 3 und Nr. 4 ausgeliefert. Im Kasten befinden sich außerdem noch mikroskopische Präparate
und Besteck.
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Trichinenmikroskop für die Fleischbeschau von Paul
Waechter um 1885 (Höhe bei eingefahrenem Tubus:
29 cm) mit dunkelgrün lackiertem sowie mit Goldlack
verziertem Hufeisenfuß aus Gußeisen mit dem massiven
Schriftzug Patent. Die Säule und der Tubus sind aus
zaponiertem Messing gefertigt. Die Fokussierung
erfolgt über das Rändelrad am Tubus. Der Beleuchtung
dient ein Plan-/Konkavspiegel. Die übrige optische
Ausstattung ist einfach: ein dreiteiliges Objektiv
(30x, 100x, 150x) und ein Okular. Es wird liegend im
verschließbaren Edelholzkasten aufbewahrt. Die
Vergrößerungstabelle ist überschrieben mit
Patent-Mikroskop (P.-A. No. 37525.). Der Kasten
ist gestempelt mit Optisches & Mechanisches
Institut von Paul Waechter, Berlin O., No. 16,
Grüner Weg, No. 16
, wohingegen die Serienummer
4151 in den Kasten gestanzt wurde.
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Die Bedienung dieses Mikroskops wird wie folgt durchgeführt. Die zu untersuchenden Fleischstückchen werden auf die viergeteilten Kompressorien (Segment 1 bis 4) aufgebracht und durch Anziehen der geschwärzten Rändelschraube zwischen den beiden Glasplatten gequetscht. Die Kompressorien werden durch das Rändelrad an der rechten Seite unterhalb des Tisches positioniert, wobei man zunächst eine Position am Rand wählt und anschließend die Scheibe für eine Umdrehung bis zur spürbaren Rastung dreht. Im nächsten Schritt wird die Scheibe durch das Rändelrad gen Zentrum bewegt (ebenfalls gerastet) und die zweite Drehung um 360 durchgeführt. Dies wird so lange wiederholt, bis die Platten komplett abgescannt sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Proben bestmöglich untersucht werden.
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